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Der Krankenhausausschuss des Ortenaukreises hat am 6. Oktober in nichtöffentlicher Sitzung mit 22 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen dem Kreistag empfohlen, dem Angebot des Ordens Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu zuzustimmen und die Offenburger St. Josefsklinik mit dem Ortenau Klinikum zusammenzuführen. Dieser Zusammenschluss eröffnet die Chance, die Stärken beider Einrichtungen zusammenzuführen. Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft im Ortenaukreis wird dadurch gesichert und erheblich gestärkt , erklärten Landrat Frank Scherer und die Verantwortlichen des Ordens in einer gemeinsamen Presseerklärung. Seit dem Jahr 2007 haben der Ortenaukreis und der Orden als Träger der St. Josefsklinik zahlreiche Gespräche mit dem Ziel einer noch stärkeren Kooperation bzw. einer Strukturbereinigung im Verbund bis hin zu einer Fusion geführt. Beide Kliniken in Offenburg ergänzen sich gut, so dass miteinander auch langfristig eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau sichergestellt werden kann. Um die vielen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu meistern, sind die wichtigsten Handlungsfelder die Ausschöpfung aller Synergiepotentiale und die Absprache von Behandlungsschwerpunkten. Bundesweit beschreiten viele Krankenhausträger diesen Weg. Die Zusammenlegung von Abteilungen, die gemeinsame Erledigung von Aufgaben und der Zusammenschluss von Kliniken dienen der Erhaltung der Versorgungsqualität trotz schwierigster wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Der Orden und der Ortenaukreis haben nun ein zukunftsweisendes Konzept für die St. Josefsklinik gefunden, das auch das Ortenau Klinikum und damit alle Standorte nachhaltig stärkt. Das besondere Anliegen der Ordensleitung ist die Zukunftssicherung der St. Josefsklinik. Wir sehen die Interessen von Patienten und Bediensteten unseres Hauses beim Ortenaukreis in sehr guten Händen, da das Ortenau Klinikum alle Einnahmen in die medizinische Versorgung vor Ort investiert , betonte Generaloberin Schwester Sixta. Eine Versorgung entsprechend dem christlichen Menschenbild bleibe gewährleistet. Der Kreistag wird am 10. November 2009 die endgültige Entscheidung treffen. Ein Pressegespräch im Beisein der Träger der betroffenen Einrichtungen findet unmittelbar nach Rückkehr der Ordensleitung von ihrer Visitation in Chile am 8. Dezember 2009 statt. In Anbetracht des übergehenden Vermögens (Grundstück, Gebäude, Einrichtungen, Medizinisches Versorgungszentrum, Beteiligung am Ökumenischen Institut für Pflegeberufe) wurde mit knapp 18 Millionen Euro ein fairer Ausgleichbetrag vereinbart. Das medizinische Konzept sieht eine Zusammenführung von doppelt in Offenburg vorgehaltenen Abteilungen vor, was medizinische und wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt und auch den Standort der St. Josefsklinik zukunftssicher macht. Diesbezüglich wird der Ortenaukreis um die neun Millionen Euro an beiden Standorten in Offenburg investieren. Hierzu haben der Ortenaukreis und der Orden zwei Modelle entwickelt, über die auch am 10. November 2009 entschieden wird.