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Obwohl in den vergangenen Wochen weniger Fälle der sogenannten Neuen Grippe im Ortenaukreis aufgetreten sind, gibt es nach Auffassung des Gesundheitsamtes im Landratsamt Ortenaukreis keinen Anlass von einer Entwarnung zu sprechen. Das Gesundheitsamt hat bis zum heutigen Tag 351 Verdachtsfälle von Neuer Grippe registriert, 96 dieser Fälle haben sich bestätigt. In Baden-Württemberg wurden bis 15. Oktober 2009 3368 bestätigte Fälle dokumentiert, bundesweit liegt die Zahl bei über 23.000. Gegen das neue Influenza A/H1N1-Virus besteht derzeit keine nennenswerte Immunität, also körpereigene Abwehr in der menschlichen Bevölkerung. Die Neue Grippe steht gerade jetzt wieder im Mittelpunkt, nachdem der Impfstoff Ende Oktober zur Verfügung stehen wird , so Dr. Andrea Bengel-Flach, Leiterin des Gesundheitsamtes im Landratsamt Ortenaukreis. Insgesamt haben die Bundesländer 50 Millionen Dosen Impfstoff gegen die Neue Grippe bestellt, davon sind 6,35 Millionen Dosen für das Land Baden-Württemberg bestimmt. Der Impfstoff wird über die Apotheken in die Arztpraxen geliefert. Das Impfkonzept sieht vor, dass sich die Bürgerinnen und Bürger bei ihrer Ärztin oder ihrem Arzt impfen lassen. Hierzu hat die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut vor wenigen Tagen ihre Empfehlungen bekannt gegeben. Vorrangig sollen sich sogenannte Risikogruppen wie Beschäftigte in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, Personen ab sechs Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung, wie etwa chronisch kranke Menschen, Schwangere, vorzugsweise ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, und Wöchnerinnen impfen lassen. Sind diese Risikogruppen geimpft, wird die Impfung in Abstufungen für die Gesamtbevölkerung geöffnet und zur Verfügung stehen. Die Kosten für die Schutzimpfung werden von den Krankenkassen übernommen. Die Impfung ist grundsätzlich freiwillig. Parallel hierzu wird in den Arztpraxen auch die alljährliche Impfung gegen die Saisonale Influenza angeboten. Insbesondere für Menschen über 60 Jahre und für das medizinische Personal in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen sei dieser Impfschutz sehr wichtig, um die Ausbreitung dieser, im höheren Alter noch immer sehr gefährlichen Erkrankung, einzuschränken, so Dr. Bengel-Flach. Alljährlich sterben in Deutschland durchschnittlich 8.000 bis 11.000 Menschen an den Folgen der Saisonalen Influenza. Dem gegenüber zeigt die Neue Grippe, zuvor auch Schweinegrippe genannt, eher einen milden und insgesamt unproblematischen Verlauf. Bisher sind nur in wenigen Fällen schwerwiegende Komplikationen gemeldet worden. In zwei Fällen ist diese neue Form der Virusgrippe in Deutschland allerdings tödlich verlaufen. Die Frage, ob man sich gegen die Neue Grippe impfen lassen soll, hängt von individuellen Gegebenheiten ab und muss jeder für sich selbst entscheiden. Am besten ist es, mit dem Hausarzt darüber zu sprechen , betont Dr. Bengel-Flach. Unverändert gelten die Regeln der Hygiene, wie regelmäßiges Händewaschen, Husten in Papiertaschentücher mit umgehender Entsorgung oder in den Ärmel, regelmäßiges Lüften von Räumen, bei Krankheit Kontaktmeidung zu Gesunden, die als Begleitmaßnahmen das Infektionsrisiko verringern können.