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Offenburg, 3. November 2009 - Die Einrichtung des Kompetenzzentrums Holztechnik an den Gewerblichen Schulen Wolfach und die Integration der Schüler aus dem Raum Lahr zum Schuljahresbeginn ist erfolgreich abgeschlossen. Dies berichtete der Leiter das Amtes Schule und Kultur im Landratsamt Ortenaukreis, Bernhard Kohler, gestern in der Sitzung des Kultur- und Bildungsausschusses des Ortenaukreises in Offenburg. Die Ausstattung des Holztechnik-Kompetenzzentrums in Wolfach ist auf dem technisch aktuellen Stand und mit der über das Konjunkturpaket II realisierten neuen CNC-Technik sogar anspruchsvoller als zuletzt in Lahr , sagte Kohler. Auch angesichts der tendenziell rückläufigen Schülerzahlen sei es richtig gewesen, aus den bisherigen Standorten Lahr, Wolfach und Offenburg zwei Kompetenzzentren in Wolfach und Offenburg zu bilden und den Standort Wolfach durch die Verlegung der Holztechnikabteilung aus Lahr zu stärken. Insgesamt 220 Schüler sind im Schuljahr 2009/2010 im Ortenaukreis in der Holztechnik in Ausbildung, 76 in Wolfach und 144 in Offenburg. Damit sei im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 31 Schülern zu verzeichnen. Die kreisweit rückläufigen Schülerzahlen hätten dazu geführt, dass im zweiten und dritten Ausbildungsjahr sowohl im Kinzigtal als auch in der Raumschaft Lahr nicht mehr die erforderliche Schülerzahl für die Einrichtung einer eigenständigen Klasse zustande komme. Ohne eine Zusammenführung der Schüler aus den Raumschaften Lahr und Kinzigtal im neuen Kompetenzzentrum Wolfach, sei es mittel- und langfristig nicht möglich gewesen, diesen Ausbildungsgang neben dem Standort Offenburg ein zweites Mal in der Ortenau anzubieten. Der Kreis beabsichtige in den kommenden Jahren das Holztechnik-Kompetenzzentrum in Offenburg zweizügig, also mit jeweils zwei Klassen in den insgesamt drei Ausbildungsjahren, und das Kompetenzzentrum in Wohlfach einzügig zu führen. Diese Vorgehensweise sei mit dem Regierungspräsidium Freiburg abgestimmt, betonte Kohler. Nach der am 31. März 2009 vom Kreistag verabschiedeten Satzung über die Bildung von Schulbezirken kann die zuständige Berufsschule, wenn wichtige Gründe in der Person des Berufsschulpflichtigen liegen, im Einzelfall den Besuch einer anderen Berufsschule im Ortenaukreis gestatten. Dies gilt insbesondere bei einer unverhältnismäßig großen Entfernung vom Wohnort des Schülers zum Schulstandort. Die Wolfacher Schule habe sich dabei flexibel gezeigt, so Kohler. An der Wolfacher Schule haben zum Schuljahresbeginn 21 Schüler aus der Raumschaft Lahr entsprechende Anträge gestellt. Die Schulleitung hat elf Anträge bewilligt, zwei aus sozialen Gründen und neun wegen Fahrtzeiten von mehr als 1:45 Stunden. Darüber hinaus konnten zwei Schüler durch einen Wechsel des Ausbildungsbetriebs an die Schule in Offenburg wechseln. Um die für Wolfach erforderlichen Schülerzahlen in den kommenden Jahren erreichen zu können, werde es aus Sicht der Verwaltung auch künftig notwendig sein, dass die dortige Schulleitung die Anträge hinsichtlich der Fahrtzeit konsequent und restriktiv beurteile, sagte Kohler. Die bisherigen Kosten für den Ausbau der Holztechnik in Wolfach beliefen sich auf rund 25.000 Euro, berichtete Kohler. Aufgrund der geringeren Schülerzahlen sei der Ausbau der ehemaligen Bauwerkstatt zu einer weiteren Holzwerkstatt obsolet geworden. Es seien keine Gelder unnötig ausgegeben worden, da etwa die geleisteten Bodenbelagsarbeiten für jede alternative schulische Nutzung erforderlich sind. Auch die Ausstattung der Holztechnik in Wolfach sei ausgesprochen gut, betonte Kohler. Nach Auskunft der Schulleitung loben die ehemaligen Lahrer Schüler die deutlich besseren Lichtverhältnisse und die allgemein gute Ausstattung in der Werkstatträumen. Sie sind vom Berufsschulunterricht in Wolfach trotz der längeren Anfahrtzeiten überaus positiv angetan und berichten hierüber auch in den Ausbildungsbetrieben , fuhr Kohler fort. Schulträger und Schulleitung seien deshalb zuversichtlich, dass die Zurückhaltung der Betriebe aus der Raumschaft Lahr beim Abschluss neuer Ausbildungsverträge spätestens mit dem hoffentlich bald eintretenden wirtschaftlichen Aufschwung wieder aufgegeben werde.