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Offenburg, 5. November 2009 - Das Gesundheitsamt im Landratsamt Ortenaukreis hat Anfang November mit der diesjährigen Einschulungsuntersuchung bei rund 4000 Kindern im Ortenaukreis begonnen. Erstmals untersucht das Gesundheitsamt ausschließlich nach den im letzten Jahr vom Land beschlossenen Vorgaben der Neukonzeption der Einschulungsuntersuchung in Baden-Württemberg. Da die neue Untersuchung bereits bei Kindern im vorletzten Kindergartenjahr beginnt, können Fördermaßnahmen bei festgestellten gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Entwicklungsverzögerungen früher einsetzen und damit wirksamer sein , fasst Dezernent Franz Seiser den Vorteil der neuen Untersuchung zusammen. Die Untersuchung läuft in zwei Schritten ab. Für Kinder im vorletzten Kindergartenjahr gibt es ein Jahr vor der Einschulung eine Basisuntersuchung. Kinder, die dabei besondere Auffälligkeiten zeigen, erhalten dann im darauffolgenden Jahr nochmals eine medizinische Untersuchung. In einem Jahr sind jetzt also Kinder aus zwei Jahrgängen zu untersuchen. Für das Gesundheitsamt stellt das eine besondere Herausforderung dar. Wir mussten die ganze Organisation der Einschulungsuntersuchungen neu gestalten. Unser Hauptaugenmerk liegt jetzt insbesondere auf den Kindern im vorletzten Kindergartenjahr , so Seiser. Deshalb nimmt dieser Teil der Untersuchung auch den größeren Teil der Einschulungsuntersuchung in Anspruch. Von November dieses Jahres bis Mai 2010 sind Sozialmedizinische Assistentinnen des Gesundheitsamtes im Kreis unterwegs, um die Basisuntersuchung für die Kinder im vorletzten Kindergartenjahr vorzunehmen. Der Untersuchungsschwerpunkt liegt dabei insbesondere auf der Sprachentwicklung, wobei die korrekte Aussprache von Lauten und deren differenziertes Hören, die Satzbildung und die Merkfähigkeit für Sätze und Zahlenreihen beurteilt werden. Auch werden Seh- und Hörfähigkeit überprüft, sowie Körpergröße und Gewicht bestimmt. Die Kinder erhalten außerdem Aufgaben zur Beobachtung der Grobmotorik, des Gleichgewichtes und der Malentwicklung. Die Sozialmedizinische Assistentin dokumentiert darüber hinaus Vorsorgeuntersuchungen und Impfstatus jedes Kindes. Ein von Eltern und Erzieherinnen freiwillig auszufüllender Frage- bzw. Beobachtungsbogen kann die Untersuchung erweitern. In Abhängigkeit des Ergebnisses folgt eine ergänzende ärztliche Untersuchung, die schwerpunktmäßig einen Sprachentwicklungstest und weitergehende Untersuchungen zur der Basisuntersuchung der Sozialmedizinischen Assistentin enthält. Um eine zügige und effiziente Vorgehensweise zu gewährleisten, haben wir für diesen ersten Untersuchungsschritt eine dezentrale Struktur gewählt , betont Hans Klingenberg, administrativer Leiter des Gesundheitsamtes. Die Städte Achern, Kehl, Oberkirch, Offenburg, Lahr und Haslach dienen dabei als Ausgangspunkte. Um diese Städte herum haben wir jeweils ein Radius gelegt, in dem die Sozialmedizinische Assistentin die Kindergärten aufsuchen , so Klingenberg. In den Monaten März bis Juli 2010 wird das Gesundheitsamt die schulärztliche Untersuchung der Schulanfänger 2010 vornehmen. Untersucht werden Kinder, bei denen durch Beobachtung in Kooperation mit der bzw. durch die Schulleitung Bedenken an der Schulfähigkeit bestehen. Die Untersuchung konzentriert sich insbesondere auf die Entwicklung der Sinnesorgane, der gesamtkörperlichen Entwicklung mit körperlicher Leistungsfähigkeit, Durchhaltevermögen und emotionaler Reife. Zudem werden die schulrelevanten Fertigkeiten erfasst, die zum Erwerb des Lesens und Schreibens die Grundlage bilden. Die Untersuchungsergebnisse dienen der Schulleitung dazu, um über die Schulfähigkeit eines Kindes zu entscheiden.