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Der Kreistag des Ortenaukreises hat am Dienstag, 10. November, in öffentlicher Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen, dem Angebot des Ordens der Kongregation der Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu zuzustimmen und die Offenburger St. Josefsklinik mit dem Ortenau Klinikum zusammenzuführen. Dieser Zusammenschluss eröffnet die Chance, die Stärken beider Einrichtungen zusammenzuführen. Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft im Ortenaukreis wird dadurch gesichert , erklärten Landrat Frank Scherer und die Verantwortlichen des Ordens Generaloberin Schwester M. Sixta Zapf in einer gemeinsamen Presseerklärung. Das besondere Anliegen der Ordensleitung ist die Zukunftssicherung der St. Josefsklinik. Wir sehen die Interessen von Patienten und Bediensteten unseres Hauses beim Ortenaukreis in sehr guten Händen, da das Ortenau Klinikum alle Einnahmen in die medizinische Versorgung vor Ort investiert , fügte Generaloberin Schwester Sixta hinzu. Eine Versorgung entsprechend dem christlichen Menschenbild bleibe gewährleistet. Landrat Frank Scherer sagte in der Sitzung: Ich stehe für den Erhalt aller Häuser im Klinikverbund, damit wir langfristig eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung sicherstellen können. Das gilt für alle Häuser, auch für Oberkirch und Kehl, die nicht zur Disposition stehen, wie einige meinen. Wenn man diese Ziele erreichen will, dann gibt es zu der nun möglich gewordenen und vorgeschlagenen Fusion keine Alternative. Denn durch sie ergeben sich medizinische und wirtschaftliche Vorteile. Insbesondere würden Doppelstrukturen abgebaut, medizinische Kompetenzen zusammengeführt und die Wettbewerbsfähigkeit des Klinikverbundes insgesamt wesentlich gestärkt, so Scherer. Über die Zusammenlegung der beiden Häuser hinaus stimmte im Anschluss an die Sitzung des Kreistages der Krankenhausausschuss in nichtöffentlicher Sitzung auch einem Konzept zu, nach dem die in Offenburg doppelt vorgehaltenen Abteilungen zusammengeführt und neue medizinische Schwerpunkte an beiden Standorten festgelegt werden. Der Krankenhausausschuss sieht darin eine gute Möglichkeit, medizinische und wirtschaftliche Vorteile zu erzielen und den Standort St. Josefsklinik nachhaltig zu sichern. Danach wird in der St. Josefsklinik künftig das Onkologische Zentrum betrieben. Es umfasst die Abteilungen Onkologie/Hämatologie (Blut- und Tumorerkrankungen), die Strahlentherapie und den Palliativbereich. Darüber hinaus soll die St. Josefsklinik eine Innere Abteilung, die Psychosomatische Medizin und die Augenklinik erhalten. Die St. Josefsklinik soll aus Sicht der Menschen mit entsprechenden Leiden als hochqualifiziertes onkologisches Zentrum erkennbar sein. Dieses Zentrum und der kirchliche Hintergrund der St. Josefsklinik ergänzen sich bestens betonten Generaloberin Schwester. Sixta und der Landrat. Auch die Innere Abteilung, die Psychosomatik und die Augenklinik fänden beste Voraussetzungen vor. Am Standort des Klinikums werden die Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe zusammengeführt. Vorerst behalten jedoch beide Standorte ihre Abteilungsstruktur. Erst wenn die organisatorischen und räumlichen Voraussetzungen geschaffen sind, werden sie ihre Abteilungen etappenweise austauschen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihren Arbeitsplatz. Es wird zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommen. Über die organisatorischen Änderungen wird das Ortenau Klinikum die Bevölkerung jeweils rechtzeitig informieren. Bereits seit dem Jahr 2007 haben der Ortenaukreis und der Orden als Träger der St. Josefsklinik zahlreiche Gespräche mit dem Ziel einer noch stärkeren Kooperation oder einer Strukturbereinigung im Verbund bis hin zu einer Fusion geführt. Beide Kliniken in Offenburg ergänzen sich gut, so dass der neue Verbund auch langfristig eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau sicherstellt. Der Orden und der Ortenaukreis haben nun ein zukunftsweisendes Konzept für die St. Josefsklinik gefunden, das auch das Ortenau Klinikum und damit alle Standorte nachhaltig stärkt. In Anbetracht des übergehenden Vermögens (Grundstück, Gebäude, Einrichtungen, Medizinisches Versorgungszentrum, Beteiligung am Ökumenischen Institut für Pflegeberufe) haben beide Klinikträger einen Ausgleichsbetrag von knapp 18 Millionen Euro vereinbart.