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Offenburg, 13. November 2009 - Im Ortenaukreis steigt die Zahl der Neuerkrankungen an der sogenannten Schweinegrippe seit Anfang dieser Woche wieder stärker an. Nachdem in den vergangenen Wochen etwa fünf bis zehn Fälle pro Woche neue hinzukamen, hat das Gesundheitsamt im Landratsamt Ortenaukreis seit vergangenen Montag 25 neue Erkrankungen registriert. Der Anstieg kommt für uns nicht überraschend, da mit Beginn der normalen saisonalen Influenzazeit mit einem Gesamtanstieg der Grippeerkrankungen zu rechnen war , sagt Dr. Andrea Bengel-Flach, medizinische Leiterin des Gesundheitsamtes. Die tatsächliche Zahl der Erkrankungen dürfte allerdings deutlich höher liegen, da nicht alle Erkrankungen mit Grippesymptomatik ärztlich festgestellt, behandelt oder gemeldet werden. Seit Auftreten der Schweinegrippe wurden bis heute 550 Verdachtsfälle im Ortenaukreis gemeldet. 150 haben sich bis heute bestätigt. Die Unterscheidung zwischen Neuer Grippe und herkömmlicher Grippe ist nicht anhand von Symptomen, sondern nur durch spezielle Laboruntersuchungen möglich. Nach Angaben des Gesundheitsamtes ist die Versorgung mit dem Schweinegrippe-Impfstoff auch in der Ortenau, wie in vielen anderen Regionen, zur Zeit nicht ausreichend. Bislang konnten die Anfragen von impfwilligen Personen von Ärzten und Apotheken nur eingeschränkt erfüllt werden. Deshalb rät das Gesundheitsamt zunächst zur Impfung von Risikopatienten mit chronischen Krankheiten, beispielsweise Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen oder von Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Eine besondere Gefährdung für Noch-Nicht-Geimpfte besteht hierdurch nicht, da die Erkrankung an der Schweinegrippe immer noch in den meisten Fällen ohne schwerwiegende Komplikationen in milder Form verläuft. Auch die Impfnebenwirkungen sind nach Kenntnisstand des Gesundheitsamtes nicht so schwerwiegend, wie teilweise erwartet. Allerdings werden nach der Impfung gehäuft körperliche Mattigkeit, kurzzeitiger Fieberanstieg und lokale Reaktionen wie Schwellung, Schmerz und Rötung an der Impfstelle gemeldet. Ungeachtet dessen sollte jeder weiterhin die Regeln der Hygiene, wie regelmäßiges Händewaschen, Husten in Papiertaschentücher mit umgehender Entsorgung oder in den Ärmel, regelmäßiges Lüften von Räumen und bei Erkrankung die Kontaktmeidung zu Gesunden, beherzigen, so Bengel-Flach.