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Offenburg, 18.11.2009 - Das Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach in Offenburg geht gemeinsam mit der AOK Südlicher Oberrhein und der AOK-Klinik Stöckenhöfe neue Wege bei der Versorgung von älteren beinamputierten Patienten. Dies regelt ein neu geschlossener Vertrag zur integrierten Versorgung zwischen den Vertrags- und Kooperationspartnern. Die derzeitige Versorgung von älteren Patienten nach einer Beinamputation ist uns noch nicht gut genug , erklärt Petra Spitzmüller, stv. Geschäftsführerin der AOK Südlicher Oberrhein in einer gemeinsamen Pressemittelung. Wir möchten erreichen, dass der Patient nach der Rehabilitation mit einer wirklich passgerechten Prothese versorgt ist, mit der er gut zurecht kommt. Wir wollen den Patienten umfassend unterstützen, mit der neuen Situation auch psychisch gut umgehen zu können . Viele Patienten kommen bisher nicht optimal rehabilitiert nach Hause, von denen die Mehrzahl dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen sein wird. Das soll anders werden. Das Konzept Zurück ins Leben hat zum Ziel, die Versorgungssituation von Patienten nach Beinamputationen durch eine bessere Verzahnung von Akutkrankenhaus und Rehabilitationsklinik nachhaltig zu verbessern. Verbesserungsbedarf sieht auch Dr. Oliver Maier-Börries, Chefarzt der AOK-Klinik Stöckenhöfe in Wittnau bei Freiburg: Es gibt für ältere beinamputierte Menschen keine Schwerpunktrehabilitationskliniken. Viele Rehabilitationseinrichtungen führen jeweils wenige Rehabilitationsmaßnahmen durch. Gerade aber ältere Beinamputierte benötigen eine sehr intensive und spezialisierte Rehabilitationsbehandlung unter Einbeziehung verschiedenster Fachdisziplinen. Nur wer dies häufig macht wird es auch gut machen. Das neue Versorgungskonzept setzt bei der Entlassung des Patienten aus dem Krankenhaus an. Der heutigen stationären Rehabilitation wird eine Vorrehabilitationsphase von zwei- bis dreiwöchiger Dauer vorgeschaltet, in der eine professionelle Begleitung der Wundheilung, verbunden mit einer Formung des Amputationsstumpfes als Vorbereitung zur Prothesen-Versorgung stattfindet. In der anschließenden stationären Rehabilitation wird in Abstimmung zwischen dem Arzt der AOK-Klinik und dem Orthopädietechniker geprüft, ob und mit welchem Hilfsmittel der Patient optimal zurecht kommen wird. Nach der Versorgung steht dann ein individuelles Gehtraining mit der Prothese oder ein Rollstuhltraining zur Erlangung größtmöglicher Mobilität auf dem Programm. Der Vertrag sichert auch die Rückkopplung der Rehaeinrichtung zum Operateur, was der Qualität der Versorgung sicher förderlich ist , ergänzt Professor Michael Raute, Chefarzt der Viszeral- und Gefäßchirurgie am Ortenauklinikum in Offenburg. Die Partner sind sich einig: Das neue Versorgungskonzept wird zu einer nachhaltig besseren Situation von beinamputierten älteren Patienten führen und die Chance auf Gehfähigkeit und Mobilität deutlich erhöhen.