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Offenburg, den 22. Dezember 2009 Mit dem Projekt JoKi Job und Kind hat die Kommunale Arbeitsförderung (KOA) ein spezielles Angebot für Alleinerziehende Hartz-IV-Empfängerinnen gestartet. In den vergangenen Tagen erhielt die KOA hierzu den Bewilligungsbescheid des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Nachdem uns jetzt auch die formale Förderzusage erreicht hat und die Vorbereitungsphase abgeschlossen ist, können wir nun durchstarten , freut sich Projektleiterin Claudia Zurmühl. Die für Frauenförderung zuständige Mitarbeiterin der KOA hat das Konzept maßgeblich entwickelt, das sich bereits im Mai 2009 im Rahmen des vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem BMAS ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs Gute Arbeit für Alleinerziehende gegenüber 300 Mitbewerbern durchgesetzt hatte. In den vergangenen Wochen waren sie und ihre Kolleginnen in den Dienststellen der Kommunalen Arbeitsförderung im Ortenaukreis unterwegs. Interessierte Alleinerziehende waren eingeladen, sich über das neue Angebot zu informieren. Die Resonanz war überwältigend , berichtet Zurmühl. Wir hatten geplant bis Ende 2009 einhundert Frauen in das Projekt aufzunehmen. Inzwischen haben wir mit 171 Teilnehmerinnen fast doppelt so viele. Perspektivisch werden insgesamt rund 250 Frauen in dem Projekt betreut werden. Neben der Projektleiterin begleiten vier persönliche Ansprechpartnerinnen die Frauen bis zur Aufnahme einer passenden Beschäftigung und darüber hinaus. Die im Vergleich zur Gesamtorganisation günstige Betreuungsrelation von 1 zu 75 ist ein entscheidender Erfolgsfaktor des Projektes , erläutert Armin Mittelstädt, der Leiter der Kommunalen Arbeitsförderung, ein zentrales Element der Projektorganisation. Wie dringend erforderlich eine Spezialisierung auf die Gruppe der Alleinerziehenden ist, zeigen aktuelle Statistiken: Rund 42 Prozent der Alleinerziehenden in der Bundesrepublik erhalten staatliche Transferleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, im Ortenaukreis sind dies rund 1.800 Personen dabei handelt es sich fast ausschließlich um Frauen. Und die Problemlagen der Betroffenen sind vielschichtig: Schwierigkeiten bei der Organisation der Kinderbetreuung, fehlende Schul- und Berufsabschlüsse, mitunter bereits jahrelange Erwerbslosigkeit und das Ersetzen des zweiten Elternteils erschweren einen erfolgreichen Einstieg oder Wiedereinstieg ins Berufsleben , beschreibt Georg Benz, Sozialdezernent des Ortenaukreises, die ungünstigen Rahmenbedingungen und Vermittlungsdefizite der Zielgruppe. Daher ist es besonders wichtig, dass wir für das auf drei Jahre befristete Projekt nun über eine Million Euro zusätzliche Fördermittel in die Region bekommen.