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Offenburg, 28. Dezember 2009 - Der Ortenaukreis musste im vergangenen Jahr teilweise deutlich mehr Geld für die sozialen Leistungen ausgeben als im Vorjahr. Nach jetzt vorliegenden Zahlen des Statistischen Bundesamtes liegt er damit zwar im Bundestrend. Allerdings fällt der Anstieg der Aufwendungen geringer als im Bundesdurchschnitt aus. Für die Leistungen zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung musste der Ortenaukreis 2008 13,16 Millionen Euro aufwenden. Das sind 4,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Personen, die Anspruch auf diese Leistungen haben, ist um 3,9 Prozent gestiegen. Insgesamt haben am Jahresende 2008 2854 Personen Grundsicherungsleistungen im Ortenaukreis bezogen. Im Bundesdurchschnitt liegt der Ausgabenanstieg bei sechs Prozent. Die Fallzahlen stiegen im Bund um 4,8 Prozent. Dieser Trend hält auch 2009 und in den nächsten Jahren an , beschreibt Sozialdezernent Georg Benz die Entwicklung. Grund dafür ist zum einen die Renten- wie auch die demographische Entwicklung. Erfreulicherweise seien im Ortenaukreis weniger Menschen auf die Grundsicherungsleistungen angewiesen als bundesweit. Offensichtlich sei die Einkommensstruktur in Rentnerhaushalten im Ortenaukreis besser als auf Bundesebene, so Benz. Dennoch sind die finanziellen Belastungen für den Landkreis enorm. Menschen, die einen Anspruch auf Leistungen für die Grundsicherung haben, erhalten zudem häufig auch Leistungen der Hilfe zur Pflege wie auch Leistungen für Menschen mit Behinderung (Eingliederungshilfe). Auch in diesen Bereichen verzeichnet der Ortenaukreis einen Anstieg der Ausgaben. In der Eingliederungshilfe musste der Kreis 2008 Leistungen in Höhe von 45,17 Millionen Euro an insgesamt 2440 Personen auszahlen. Dies entspricht einer Steigerung von 2007 auf 2008 um 5,3 Prozent, ein Anstieg, der im Bundesdurchschnitt liegt. Deutlich niedriger als auf Bundesebene (3,2 Prozent) fiel im Ortenaukreis (0,2 Prozent) der Ausgabenanstieg bei der Hilfe zur Pflege aus. Gleichwohl lagen die Aufwendungen für die insgesamt 1014 Leistungsberechtigten 2008 bei 12,47 Millionen Euro.