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Offenburg, 23. Februar 2010 - Der Ortenaukreis wird sich in den kommenden Jahren verstärkt um die Integration von Flüchtlingen bemühen, die bereits seit vielen Jahren im Ortenaukreis leben. Die Kreisverwaltung hat dazu ein auf mehrere Jahre angelegtes Konzept erarbeitet, das sie heute dem Sozialausschuss vorstellte. Wir wollen diese Flüchtlinge, die bisher kaum im Mittelpunkt von Integrationsbemühungen standen, langfristig unabhängig von Sozialleistungen machen und ihnen Perspektiven für eine eigenverantwortliche Lebensführung aufzuzeigen. Ich sehe in unserem Konzept eine gute Chance, die Integration dieser Menschen zu fördern , betonte Landrat Frank Scherer in der Sitzung. Hauptanliegen des Konzepts ist es, möglichst viele Flüchtlinge in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu vermitteln und damit eine wichtige Voraussetzung für eine Integration zu schaffen. Möglich macht die Initiative eine Entscheidung des Bundessozialgerichtes. Danach haben geduldete Asylbewerber, die länger als vier Jahre in Deutschland leben, faktisch den Anspruch auf die gleichen Leistungen wie Langzeitarbeitslose. Im Umkehrschluss will die Kreisverwaltung nun auch alle Möglichkeiten ausschöpfen, diese Menschen durch Arbeitsfördermaßnahmen in Arbeit zu bringen und so auch mittelfristig Ausgaben im Sozialbereich einzusparen. In den Mittelpunkt des Konzepts stellt die Kreisverwaltung das Prinzip fördern und fordern . Für rund 250 Flüchtlinge, auf die das Konzept zugeschnitten ist, wird die Verwaltung einzellfallbezogen den Bedarf der notwendigen Integrationsfaktoren ermitteln und ein individuelles Integrationsprofil erstellen. Wir müssen das unmittelbare Lebensumfeld dieser Menschen mit einbeziehen und auch ihre zum Teil traumatischen Erfahrungen durch Krieg und Verfolgung verstehen, wenn wir mit der Integration Erfolg haben wollen , so Hans-Peter Rothardt, Integrationsbeauftragter im Landratsamt Ortenaukreis. Nach Auswertung dieser Bedarfsanalyse sollen Förder- und Qualifizierungsmöglichkeiten etwa durch die Kommunalen Sozialen Dienste, Jugendamt, Kommunale Arbeitsförderung sowie Externe geprüft werden. Um die Flüchtlinge auf ihrem Weg zu mehr Eigenständigkeit ständig begleiten zu können, will die Kreisverwaltung darüber hinaus ehrenamtliche Integrationslotsen, insbesondere auch bereits dauerhaft integrierte Migranten, gewinnen. Sie sollen die Flüchtlinge individuell fördern und begleiten und sie etwa unterstützen, einen Arbeitsplatz zu finden. Insbesondere jugendlichen Flüchtlingen solle so bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz geholfen werden. Flüchtlinge, die keine Bereitschaft zeigen sich an dem Konzept zu beteiligen oder sich ihm verweigern, müssen dagegen mit Leistungseinschränkungen rechnen. Schließlich wird die Verwaltung Flüchtlinge beraten und fördern, die eine freiwillige Rückkehr in ihr Heimatland wünschen. Zugeschnitten ist das Projekt auf die im Ortenaukreis lebenden ausländischen Flüchtlinge in kommunaler Unterbringung der Städte und Gemeinden, die sich als abgelehnte Asylbewerber im Status der ausländerrechtlichen Duldung befinden. Ihre Asylanträge wurden zwar rechtskräftig und unanfechtbar abgelehnt, eine Abschiebung ist jedoch allein deshalb schon schwierig, weil die Interimsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo eine Rückführung der ethnischen Minderheiten als nicht sinnvoll ansieht. Bei weit über 90 Prozent dieser Flüchtlinge handelt es sich um ethnische Minderheiten (Roma, Ashkali) aus dem früheren Jugoslawien, überwiegend aus dem Kosovo. Sie halten sich in der Regel schon seit über zehn Jahren in Deutschland auf. Interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich als Integrationslotsen ehrenamtlich engagieren möchten, können sich ab sofort an Olga Stürz, Integrationsbüro im Landratsamt Ortenaukreis, unter der Nummer 0781 8059027 wenden.
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