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Offenburg, 24. Februar 2010 - Die vom Ortenaukreis im vergangenen Jahr aufgebauten Frühen Hilfen erweisen sich als ein wirksames Instrument bei der frühzeitigen Hilfe und Beratung von Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern unter drei Jahren und werden von diesen gut angenommen. Diese positive Zwischenbilanz der ersten fünf Monate der Frühen Hilfen konnte die Kreisverwaltung in der gestrigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses ziehen. In rund 110 Fällen haben die fünf neuen Fachstellen Frühe Hilfen im Ortenaukreis und in rund 20 Fällen die Babysprechzeit an der Kinderschutzambulanz bisher Eltern und Fachleute beraten und mit konkreten Hilfen wie etwa dem Einsatz von Familienhebammen unterstützt. Mit über 60 Fällen sind die Fachstellen aktuell beschäftigt. Für den Erfolg der Frühen Hilfen spricht insbesondere die Tatsache, dass wir in erheblichem Maße Familien erreichen, die wir sonst nicht erreicht hätten. Ein besonderer Schwerpunkt dabei sind Familien mit hohen sozialen Belastungen , betonte Landrat Frank Scherer. Den Weg in die Fachstellen Frühe Hilfen und die Kinderschutzambulanz finden die Eltern meist über Entbindungskliniken, Hebammen, Kinderärzte wie auch auf eigenen Initiative, berichtete Sozialdezernent Georg Benz. In weit mehr als der Hälfte der Fälle werde von den Fachleuten ein hoher bis sehr hoher Unterstützungsbedarf gesehen. Vielen Müttern fehle zum Beispiel die soziale Unterstützung im persönlichen Umfeld. Neben beraterischen, therapeutischen und diagnostischen Aufgaben falle in den Fachstellen vor allem ein hoher Anteil an Aufgaben im Bereich des sozialen Managements an. Ausdrücklich lobte Benz die gute Zusammenarbeit mit allen Kooperationspartnern der Frühen Hilfen, die sehr konstruktiv und engagiert sei. Die Frühen Hilfen im Ortenaukreis wurden in einem gemeinsamen Prozess von Fachleuten der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens erarbeitet und sind auch landes- und bundesweit auf viel Beachtung gestoßen. Das Konzept ist präventiv ausgerichtet und basiert auf drei Säulen: Bessere Vernetzung zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe, Verbesserung der Früherkennung von Belastungsfaktoren und der frühen Erreichbarkeit von Müttern und Vätern sowie Bereitstellung speziell geeigneter Hilfen für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern. Fünf Fachstellen Frühe Hilfen in Achern, Kehl, Lahr, Offenburg und Haslach bieten wohnortnah Beratung und Unterstützung in allen Fragen zur kindlichen Entwicklung und Erziehung. Hinzu kommt das Angebot der Babysprechzeit an der Kinderklinik im Ortenau Klinikum Offenburg.