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Offenburg, 16. März 2010 - Der Arbeitskreis Sexualpädagogik im Ortenaukreis, bestehend aus Aidshilfe, Aufschrei, Diakonie , Profamilia Freiburg, Sozialdienst katholischer Frauen und Aidsberatung und Schwangerenberatung des Landratsamtes Ortenaukreis, hat heute mit Unterstützung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Offenburg eine innovative Jugendaktion zur Aidsprävention und Verringerung von ungewollten Schwangerschaften gestartet. Die JugendFilmTage Sexualität, Liebe, Freundschaft und HIV/Aids verbinden interessante Filmvorführungen, spannende Mitmach-Aktionen und begleitende Angebote für die Lehrkräfte zu einer attraktiven Aufklärungsaktion. Rund 700 Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 18 Jahren sind am 16. und 17. März 2010 in das Forum Kino Offenburg eingeladen, das die Aktion unterstützt. Den Startschuss für die JugendFilmTage gab Hilde Wagener, Projektleiterin des Arbeitskreises Sexualpädagogik Ortenaukreis beim Landratsamt Ortenaukreis: Mit unserer Veranstaltung möchten wir die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte anregen, die Themen im Unterricht aufzugreifen und zu vertiefen. Angesichts der auch in Deutschland in den letzten Jahren leider wieder ansteigenden Zahl von HIV-Neuinfektionen, müssen wir die Aidsaufklärung wieder verstärken . Zur Eröffnung zeigten die Veranstalter den Film Juno , wie auch die Fickende Fische und Kebab Connection im weiteren Programm. Vor und nach den Filmen ermöglichten Mitmach-Aktionen im Kinofoyer einen spielerischen Zugang zu den Themen der JugendFilmTage. Die Jugendlichen erwartete unter anderem ein Glücksrad, ein "Grabbelsack" und der Kondomführerschein . Die Beratungsstelle für sexuell übertragbare Krankheiten und Aids im Gesundheitsamt stellte für die JugendFilmTage Kondome und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Kleingewinne zur Verfügung. Auch aktuelle Infos, Broschüren und Postkarten gabt es vor Ort kostenlos. Die beteiligten Lehrkräfte haben sich in einem vorbereitenden Workshop bereits auf die JugendFilmTage eingestimmt. Im Vordergrund standen Methoden, Anregungen und praktische Tipps für die jugendgerechte Vor- und Nachbereitung der Filme im Unterricht sowie das Bekanntmachen der an den JugendFilmTagen beteiligten Beratungsstellen und Initiativen. Nach einer 2006 von Pro Familia durchgeführten Studie besteht bei Schülerinnen mit einer geringen Schulbildung und hoher sozialer Benachteiligung ein besonders hohes Risiko, minderjährig schwanger zu werden. Große Wissensdefizite bestehen vor allem in der Anwendung der Verhütungsmittel und bezüglich der Wechselwirkung mit anderen Medikamenten. Hier sind Eltern, Lehrer und Beratungsstellen gleichermaßen gefordert, Jugendlichen das notwendige Wissen über einen verantwortlichen Umgang mit Sexualität und Verhütung zu vermitteln , so Hilde Wagener. Aids ist eine weltweite Katastrophe. Rund 33 Millionen Menschen sind nach Schätzungen von UNAIDS mit HIV infiziert. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts Berlin von 2009 leben in Deutschland rund 67.000 Menschen mit HIV, jedes Jahr stecken sich rund 3.000 Menschen neu an. Zwar haben die meisten Jugendlichen von 16 bis 20 Jahren ein gutes Grundwissen über HIV und AIDS. Aber: 16 Prozent sind sich nicht sicher, wie sie sich vor AIDS schützen können, 21 Prozent glauben ein positiver HIV-Test bedeutet AIDS zu haben. 14 Prozent nehmen an, die HIV-Infektion an äußerlichen Anzeichen festmachen zu können. Der Informationsbedarf ist sehr groß. Deshalb freuen wir uns über das große Interesse an den JugendFilmTagen in Offenburg , betont Hilde Wagener. Schülerinnen und Schüler, die sich auch über die JugendFilmTage hinaus mit den Themen beschäftigen möchten, bietet die BZgA zwei Internetangebote an: www.machsmit.de Die interaktive Website zur mach s mit Plakatkampagne. Neue mach s mit -Motive können selbst entworfen und eingesandt werden. Auf die Gewinnerinnen und Gewinner warten attraktive Preise, außerdem Informationen zu Safer Sex und Kondomen, aktuelle Events und Spiele. www.loveline.de Die Jugendhomepage zu Liebe, Partnerschaft, Sexualität und Verhütung. Mit Chats, Lexika, Wissensspielen, FAQs, Umfragen, News und monatlichen Schwerpunktthemen. Telefon- und Emailberatung der BZgA Wer persönliche Fragen rund um Aids und Sexualität hat, kann sich sieben Tage in der Woche jeweils ab 10 Uhr an die anonyme Telefonberatung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wenden: Telefon 01805-555 444 (12 Cent/min aus dem Festnetz) oder www.aidsberatung.de.