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Offenburg, 19. März 2010 - Um weltweit auf die Bedeutung der Trinkwasserversorgung hinzuweisen und die öffentliche Aufmerksamkeit auf Wasserthemen zu lenken, haben die Vereinten Nationen 1992 den 22. März zum Tag des Wassers erklärt. Trinkwasser ist unser wichtigstes und am Besten überwachte Lebensmittel , betont Bernhard Vetter, Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft- und Bodenschutz im Landratsamt Ortenaukreis. Es könne bei uns bedenkenlos getrunken werden. In vielen Teilen der Welt sei dies allerdings anders. Schätzungsweise müssen rund 1,2 Milliarden Menschen weltweit auf den Zugang zu sauberem Trinkwasser verzichten. Im Ortenaukreis sind rund 97 Prozent der Einwohner an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Der durchschnittliche Verbrauch je Einwohner und Tag beträgt im Ortenaukreis 112 Liter und liegt damit etwas unter dem landesweiten Durchschnitt von 116 Litern. Der Löwenanteil, rund 70 Prozent der öffentlichen Wasserversorgung im Ortenaukreis, wird mittels Grundwasserförderung sichergestellt, 20 Prozent des Bedarfs werden mit Quellwasser und etwa sieben Prozent über die Fernwasserversorgung gedeckt. Rund drei Prozent der Einwohner im Ortenaukreis versorgen sich über Eigenwasserversorgungen selbst. Um die gute Qualität des Trinkwassers im Ortenaukreis zu gewährleisten ist ein dichtes Netz an Kontrollen und Qualitätsprüfungen notwendig. Diese werden vor allem von den Hygienefachleuten beim Landratsamt Ortenaukreis vorgenommen und überwacht. Aber auch die Wasserversorger selbst tragen nach der sogenannten Trinkwasserverordnung eine Eigenverantwortung für die Qualität ihres abgegebenen Trinkwassers. Diese Verordnung legt insbesondere genau fest, wer wie oft kontrolliert und was gemessen werden muss. Damit sei ein umfassender Verbraucherschutz gewährleistet, so Vetter. Auf der Grundlage der Verordnung überwacht das Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Ortenaukreis 81 öffentliche Wasserversorgungen. Die Experten des Landratsamtes kontrollieren die von den Untersuchungslabors gelieferten Trinkwasserbefunde auf die Einhaltung der mikrobiologischen und chemischen Parameter. Andererseits überprüfen sie die Wasserversorgungsanlagen mindestens alle zwei Jahre auf die hygienischen sowie technischen und baulichen Voraussetzungen vor Ort. Je größer eine Anlage ist, um so öfter wird sie kontrolliert. Mindestens viermal jährlich muss jedoch jede Trinkwasserversorgung auf mikrobiologische und mindestens einmal jährlich auf überwiegend chemische Parameter untersucht werden. Allein aus den öffentlichen Wasserversorgungen im Ortenaukreis haben die Fachleute beim Landratsamt Ortenaukreis im Jahr 2009 über 1600 Analyseergebnisse gesichtet und bewertet. Insgesamt war die mikrobiologische Beschaffenheit des Trinkwassers im Ortenaukreis sehr gut , so Vetter. Auch bei der Untersuchung auf chemische Parameter, die rund 50 chemische Stoffe berücksichtige, habe es keine Probleme gegeben. Neben den öffentlichen Wasserversorgungsanlagen gibt es im Ortenaukreis eine Vielzahl von sogenannten Eigenwasserversorgungen. Insgesamt sind beim Land-ratsamt Ortenaukreis rund 4.000 Hausbrunnen registriert, mit deren Hilfe die Betreiber solcher Anlagen ihre Anwesen selbst versorgen. Dabei liegt der besondere Augenmerk auf den 1155 Anlagen mit Abgabe an Dritte, worunter Anlagen fallen welche etwa Fremdenzimmer und Ferienwohnungen versorgen. Auch sie unterliegen regelmäßigen Kontrollen durch die Kreisverwaltung. Trinkwasser ist lebensnotwendig , so Vetter, deshalb ist auch der große Aufwand an Kontrollen für eine einwandfreie Qualität gerechtfertigt.