Hilfsnavigation

  • Straßenmeister des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Tulpen
  • Kulinarische Ortenau.
  • Fachkräfte helfen Ihnen bei privaten wie beruflichen Fragen.
Offenburg, 30. März 2010 - Der von Landrat Frank Scherer forcierte Bürokratieabbau beim Landratsamt Ortenaukreis zeigt Erfolge. Wie angekündigt hat Landrat Frank Scherer zum 1. April alle bestehenden Dienstanweisungen und sonstigen internen Regelungen außer Kraft gesetzt. In einer der größten Landkreisverwaltungen in Baden-Württemberg sind damit nur noch die 120 internen Regelungen gültig, die die rund 2.000 Beschäftigten in den vergangenen Monaten dem Landrat als unbedingt erforderlich und sinnvoll für ihre Arbeit gemeldet haben. Damit wird erstmals vollständig transparent, welche Regelungen und Hinweise bestehen und gültig sind. Es wird davon ausgegangen, dass damit eine vierstellige Zahl von Einzelregelungen außer Kraft tritt, wie zum Beispiel die Regelungen Amtsbesprechungen , Aktenaussonderung oder auch eine Anweisung zum Schriftverkehr mit staatlichen und sonstigen Behörden aus dem Jahr 1972. Bei der Initiative des Landrats handelt es sich nicht um einen Aprilscherz, wie man bei dem Datum vermuten könnte. Ganz im Gegenteil, Scherer nimmt es ernst mit der Verschlankung der Verwaltung: Der Bürokratieabbau ist eine tragende Säule in unserer Gesamtstrategie für den ländlich geprägten Standort Ortenau, die der Kreistag heute beschlossen hat. Indem wir unsere internen Regelungen auf das Wesentliche reduzieren, stärken wir die Eigenverantwortung, die Kreativität und den gesunden Menschenverstand unserer Beschäftigten im Interesse einer möglichst effizienten Verwaltungspraxis. Nur so können wir trotz immer mehr Aufgaben und immer weniger Personal die Leistungsfähigkeit der Kreisverwaltung im Interesse unserer Bevölkerung und Unternehmen erhalten. Scherer hatte sein Vorhaben bereits im November angekündigt. Bis Ende Januar hatten alle Beschäftigten die Möglichkeit, die für ihre Arbeit als unverzichtbar und sinnvoll angesehenen internen Regelungen zu benennen. Von den 120 positiv aufgeführten Regelungen betreffen nur 35 die gesamte Kreisverwaltung, wie etwa die Richtlinien zum Datenschutz, Dienstanweisungen zur Vergabe von Leistungen oder Regelungen zur Erhebung von Gebühren. Die anderen 85 sind Vorgaben, die spezielle Arbeitsabläufe oder Entscheidungsfindungen in einzelnen Organisationseinheiten regeln. Dabei hat die Kreisverwaltung im Sinne der Gleichbehandlung von Bürgern und Unternehmen naturgemäß dort am meisten eigene Regelungen getroffen, wo sie das Wie der Aufgabenerfüllung im Rahmen der Gesetze selbst entscheidet, Beispiele hierfür sind eine interne Regelung Fachliche und finanzielle Steuerung, Evaluierung und Controlling in der Jugendhilfe des Ortenaukreises oder die Regelung zum Fallmanagement und Gesamtplanverfahren in der Eingliederungshilfe . Die 120 weiterhin gültigen Regelungen werden bei der nun anstehenden inhaltlichen Überarbeitung zeitlich befristet und in Zukunft regelmäßig auf ihre Aktualität und Notwendigkeit überprüft. Mit diesem kontinuierlichen Verbesserungsprozess verfolgt das Landratsamt das Ziel einer wirtschaftlichen und bürgernahen Verwaltung. Landrat Frank Scherer: Das Landratsamt Ortenaukreis war schon in der Vergangenheit sicher nicht bürokratischer als anderen Behörde. Aber alle großen Organisationen unterliegen naturgemäß der Gefahr bürokratischen Speck anzusetzen. Sie müssen sich deshalb ständig selbst hinterfragen.