Hilfsnavigation

  • Fachkräfte helfen Ihnen bei privaten wie beruflichen Fragen.
  • Tulpen
  • Kulinarische Ortenau.
  • Straßenmeister des Ortenaukreises bei der Arbeit.
Offenburg, 6. April 2010 Das Amt für Waldwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis wird im Sommer im Korker Wald, einem Waldgebiet mit besonders vielen alten Eichen, erstmals sogenannte Waldrefugien und Waldhabitatgruppen ausweisen. Um die Artenvielfalt im Wald zu fördern, werden diese ökologisch besonders wertvollen Waldflächen und Baumgruppen ihrer natürlichen Entwicklung überlassen. Alt- und Totholz verbleibt in diesen Gebieten und bietet Lebensraum für zahlreiche, oft gefährdete Arten. So bleiben etwa von Spechten angelegte Höhlen oder Bäume mit Nestern von Greifvögeln, Schwarzstorch und Kolkrabe dauerhaft erhalten. Das Programm zur Förderung der Artenvielfalt ist auf insgesamt zehn Jahren angelegt. In den kommenden Jahren wird das Amt für Waldwirtschaft vor allem in bereits von der Europäischen Union besonders geschützten sogenannten Flora-Fauna-Habitat-Gebieten und in Vogelschutzgebieten weitere Waldrefugien ausweisen. Mit der Ausweisung solcher Schutzflächen können wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren in den Ortenauer Wäldern leisten , freut sich Amtsleiter Ewald Elsäßer. Das Projekt gründet auf einem neu entwickelten Konzept der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg zum Umgang mit Alt- und Totholz im Wald. Konflikte zwischen Naturschutz und der Nutz- und Erholungsfunktion des Waldes seien dabei in der Regel nicht zu befürchten. So lautete das Fazit eines Treffens von Vertretern des Amts für Waldwirtschaft, des Regierungspräsidiums Freiburg und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg Ende März im Waldgebiet zwischen Willstätt, Kehl und Rheinau. Eine naturnahe Waldnutzung, wie wir sie bisher schon praktizieren, verträgt sich in der Regel mit den Zielen des Artenschutzes , fasst Elsäßer zusammen. Und er ergänzt: Sollten dennoch in Einzelfällen Entschädigungen notwendig sein, werden sich das Land Baden-Württemberg und die Europäische Union dem nicht verschließen .