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23.07.2020

Die Kommunale Gesundheitskonferenz des Ortenaukreises, die Stadt Oberkirch und das Ortenau Klinikum wollen gemeinsam die geburtshilfliche Vor- und Nachsorge in der Region Oberkirch-Renchtal verbessern

Verbesserung der Geburtshilfe: Land fördert zukunftsweisendes Modellprojekt

Die Kommunale Gesundheitskonferenz (KGK) hat im Juli 2018 vom Kreistag des Ortenaukreises den Auftrag erhalten, Handlungsempfehlungen für die sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung im Ortenaukreis unter besonderer Berücksichtigung der Regionen Ettenheim, Kehl und Oberkirch zu erarbeiten. Hierfür wurde eine umfangreiche Bestands- und Bedarfsanalyse durchgeführt bei der unter anderem Bürger, Ärzten, Psychotherapeuten sowie Städte und Gemeinden im Ortenaukreis befragt wurden. Am 3. Dezember 2019 hat die KGK dem Ausschuss für Gesundheit und Kliniken erste Ergebnisse präsentiert. Der Zwischenbericht ist auf der Homepage der KGK (www.ortenaukreis.de/kgk) abrufbar.

Aufgrund der ersten Ergebnisse der Bedarfs- und Bestandsanalyse hat das Landratsamt Ortenaukreis gemeinsam mit der Stadt Oberkirch das Projekt „Sicherstellung der geburtshilflichen Vor- und Nachsorge in der Region Oberkirch-Renchtal – Entwicklung eines zukunftsweisenden Konzeptes“ beim Ministerium für Soziales und Integration BW beantragt und bewilligt bekommen. Es wird mit 150.000 Euro bis Ende 2021 gefördert.

Landrat Frank Scherer begrüßt das Projekt: „Die Sicherstellung der geburtshilflichen Vor- und Nachsorge ist ein erster, wichtiger Baustein für eine sektorenübergreifende gesundheitliche Versorgung in der Raumschaft Oberkirch“, betont der Landrat.

 „Im Rahmen des Projektes soll ein Konzept entwickelt werden, dessen Umsetzung zu einer zukunftsfesten Geburtshilfe führt“, ergänzt Janine Feicke, Leiterin der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz. „Seit dem Jahr 2011 steigen die Geburtenzahlen, bei gleichzeitigem Fachkräftemangel. Der Fachkräftemangel führt zur Arbeitsverdichtung und zunehmender Arbeitsbelastung für das verbleibende Personal. Damit trifft der Anstieg der Geburtenzahlen auf Versorgungsstrukturen, die sich den rückläufigen Geburtenzahlen angepasst haben“, so Feicke.  Mit Akteuren vor Ort sollen unter anderem im Rahmen eines Vernetzungsgremiums digitale Lösungen für den Kommunikationsaustausch, eine Plattform „Hebammennetzwerk“ für die Wochenbettbetreuung sowie ein Hebammenbereitschaftsdienst entwickelt werden. Betreuungskonzepte sollen weiterentwickelt und Arbeitsbedingungen von Ärzten, Hebammen und Geburtshelfern verbessert werden. „In einem ersten Schritt des Projektes wurde mit dem Gesundheitswissenschaftler Fabian Scholpp ein Projektkoordinator eingestellt, der uns bereits im vergangenen Jahr im Rahmen der regionalen Strukturgespräche zur gesundheitlichen Versorgung im Ortenaukreis unterstützt hat“, erläutert Evelyn Bressau, Fachliche Leitung der KGK und Amtsleiterin des Gesundheitsamtes.

Weitere Schritte im Projektjahr 2020 sind eine Ist-/Soll-Analyse der geburtshilflichen Versorgung in der Region Oberkirch-Renchtal und die Bildung eines Koordinierungs-, Beratungs- und Vernetzungsgremiums. „Wir wünschen uns, dass wir für das Vernetzungsgremium Experten gewinnen können, welche über lokale Expertise verfügen und gemeinsam mit uns die Situation der geburtshilflichen Vor- und Nachsorge zukunftssicher gestalten wollen. Die Kick-Off-Veranstaltung des Projektes wird Ende Juli durchgeführt und findet in Oberkirch statt. Bei dieser Veranstaltung werden Hintergrundinformationen zum Projekt und zur aktuellen geburtshilflichen Situation gegeben und wir möchten die geladenen Teilnehmenden als Mitglieder des Vernetzungsgremiums gewinnen“, so Janine Feicke.

In der Folge soll im Projektjahr 2021 eine an der Analyse ausgerichtete Auswahl von Themenbereichen mit der Zielsetzung, die Situation der Geburtshilfe in der Region Oberkrich-Renchtal zu verbessern erfolgen (siehe hierzu https://optimedis.de/fi-les/RTG_Massnahmenplan-OptiMedis_April-2019.pdf).

 

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