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Der Behindertenbeirat des Ortenaukreises hat zum zweiten Mal getagt

Die Arbeitsgruppe für barrierefreien öffentlichen Personennahverkehr stellte in der zweiten Sitzung des Behindertenbeirats des Ortenaukreises vergangene Woche (6.6.) ihre Arbeit vor. In der Arbeitsgruppe arbeiten Vertreter von Städten und Gemeinden, Verkehrsunternehmen, der Kreisverwaltung und betroffene Menschen mit Behinderungen als Experten in eigener Sache zusammen. Im Fokus der Arbeitsgruppe steht der barrierefreie Ausbau der Bus-Haltestellen im Kreis. „Bei allen bislang umgebauten Bus-Haltestellen wurden die gesetzlichen Vorgaben für den barrierefreien Umbau berücksichtigt. Jedoch weisen die Haltestellen Unterschiede auf. Eine einheitliche Ausgestaltung aller Haltestellen, gleiche Symbole, Markierungen und Warntöne, sind jedoch wichtig, denn nur so können sich insbesondere blinde und sehbehinderte Personen im öffentlichen Nahverkehr überall gut orientieren“, betonte die Beauftragte des Ortenaukreises für Menschen mit Behinderung Anita Diebold. „Konkret haben wir in der Arbeitsgruppe vereinbart, barrierefreie Haltestellen in den Städten zu vergleichen und auf dieser Grundlage möglichst eine Musterhaltestelle für den Ortenaukreis zu entwickeln. Damit können die AG ÖPNV und das Amt für Straßenverkehr und ÖPNV des Kreises die Städte und Gemeinden beim Umbau ihrer Haltestellen unterstützen.“

Auch mit der Forderung des Bundesteilhabegesetzes nach einer unabhängigen Teilhabeberatung beschäftigte sich der Behindertenbeirat. Die neu eingerichtete Beratungsform ergänzt das Beratungsangebot der Rehabilitationsträger und bietet den Bürgern mit Behinderungen bereits vor einer Antragstellung Unterstützung. „Es gibt schon viele Beratungsangebote im Ortenaukreis“, so die Behindertenbeauftragte. Allerdings sei es schwierig, sich in der Vielfalt der Beratungsangebote zu Recht zu finden. Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung werde künftig helfen, die richtige Unterstützung für den individuellen Bedarf zu finden. Träger der Teilhabeberatung im Ortenaukreis, die es seit Mai dieses Jahres gibt, sind die Arbeitsgemeinschaft der Behindertenhilfe im Ortenaukreis e.V. sowie der Caritasverband Kinzigtal e.V.

Zu einer besseren Teilhabe wird auch die Kooperation des Landratsamtes mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden führen. Der Bezirksgruppenleiter des Blinden- und Sehbehindertenvereins Südbaden im Ortenaukreis, Stefan Rendler, stellte in der Sitzung verschiedene Hilfen wie Großdruck, ein Hörmedium namens Daisy und den Ausdruck in der Blindenschrift Braille vor. Diebold: „Der Verein soll dann etwa Bescheide in für blinde und sehbehinderte Menschen wahrnehmbare Form übersetzen, die das Landratsamt zusätzlich zum Original-Bescheid verschickt. Ziel ist, dass blinde und sehbehinderte Kunden des Landratsamts Bescheide und Schreiben ohne fremde Hilfe selbst „lesen“ können, sofern sie das wollen“.

Das Christliche Jugenddorf Offenburg berichtete über sein Projekt „Inklusive Ortenau – Ausbildung und Arbeit“. Ziel des Projekts ist die bessere Vernetzung aller Akteure auf dem Arbeitsmarkt um Menschen mit Behinderungen einen Zugang zu einem Arbeitsplatz zu ermöglichen. Das Herzstück wird ein Internet-Portal sein, auf dem sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitsuchende alle notwendigen Informationen aus dem Bereich Arbeit für Menschen mit Behinderungen finden.

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