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Geänderte Öffnungszeiten über Fasnacht

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09.01.2020

Landrat Frank Scherer begrüßt rund 600 Gäste beim Neujahrsempfang des Ortenaukreises

„Bildung for Future“

Bildung for Future“ lautete das diesjährige Motto des Neujahrsempfangs des Ortenaukreises, zu dem Landrat Frank Scherer gestern im Großen Sitzungssaal des Offenburger Landratsamtes rund 600 Gäste aus Politik, Bildungswesen, Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung begrüßte.
Ehrengast Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, fokussierte in ihrer Festrede das baden-württembergische Bildungssystem und betonte, insbesondere die schulischen Rahmenbedingungen verbessern zu wollen. „In den Jahren 2020 und 2021 investiert das Land so viel wie nie zuvor in die Bildung junger Menschen. Jeder vierte Euro im Gesamthaushalt geht in die schulische Bildung. Wir setzen damit eine klare Priorität für mehr Bildung und für die Schulen im Land“, betonte die Kultusministerin in ihrer Festrede.

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Landrat Frank Scherer begrüßte rund 600 Gäste zum Neujahrsempfang des Ortenaukreises, der in diesem Jahr unter dem Motto »Bildung for Future« stand.

Landrat Scherer ging zu Beginn seiner Ansprache auf die digitale Transformation ein, die längst alle Lebensbereiche erfasse. „Wenn Maschinen immer intelligenter werden, sich Kommunikation radikal verändert und erforderliches Wissen jederzeit und überall für jeden abrufbar ist, welche Auswirkungen hat dies alles auf Formen und Inhalte von Bildung. Was ist die richtige ‚Bildung for Future‘?“, fragte der Landrat, dessen weitere Ehrengäste, u.a. Bildungsstaatssekretär Volker Schebesta und Offenburgs Hochschulrektor Prof. Dr. Winfried Lieber, dieses weitreichende Thema mit einigen Schlaglichtern beleuchteten. „Die Ortenau hat viele Stärken und Pluspunkte: Sonne und Schwarzwald, Natur und Kultur, eine hohe Lebensqualität und starke Unternehmen, die durch Wertschöpfung und Steuern dazu beitragen, dass wir quasi Vollbeschäftigung haben und unser soziales Netz trägt“, listete der Landrat auf. Damit dies so bleibe, bräuchten junge Menschen in der Ortenau berufliche Chancen und Perspektiven und die Unternehmen ausreichend Nachwuchs an gut qualifizierten Fachkräften. „Ohne gute Bildung gibt es keine funktionierende Ökonomie, keine guten sozialen Standards, kein Frieden und schon gar kein Wohlstand - geschweige denn Innovationen, die uns in die Lage versetzen, den globalen Herausforderungen, wie etwa dem Klimawandel, zu begegnen“, betonte Scherer und zitierte John F. Kennedy: „Es gibt nur eines, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.“ Deshalb investiere der Ortenaukreis auch kräftig in Bildung und Erziehung. „Allein in unserem laufenden aktuellen Doppelhaushalt sind es 85 Millionen Euro, angefangen bei unseren Frühen Hilfen und dem Präventionsnetzwerk, über Kinderbetreuung, Schulbegleitungen, Sprach- und Integrationskurse, unsere Kreismedienzentren und Volkhochschule bis hin zu unserer Verantwortung, als größter Schulträger in Baden-Württembergs dafür zu sorgen, dass es an unseren 22 Kreisschulen mit rund 13.500 Schülern optimale Lern- und Rahmenbedingungen gibt“, machte Scherer deutlich.

„Unser Ansatz ist, Qualität und Leistung an den Schulen konsequent zu fördern und die Rahmenbedingungen hierfür zu verbessern“, führte Kultusministerin Eisenmann aus. „Doch Bildung ist immer auch Herzensbildung, Charakterbildung und Wissensvermittlung in einem ganzheitlichen Sinn. Kopf, Herz und Hand, so wie es Pestalozzi zusammengefasst hat. Alle drei Aspekte müssen sich entwickeln können. Das ist unsere spannende und anspruchsvolle Aufgabe auch im Jahr 2020 und weit darüber hinaus“, so die Ministerin.

Welche Chancen und Möglichkeiten die Digitalisierung der Forschung und Lehre bietet, beleuchtet anschließend aus Sicht der Hochschule Offenburg ihr Rektor Prof. Dr. Winfried Lieber. „Die Digitalisierung ist kein neues ‚Phänomen‘, das uns unvorbereitet trifft, weder Fluch noch Segen, aber auch kein Zustand, sondern ein fortschreitender Wandel, den verantwortliche Akteure aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam bewusst und verantwortungsvoll mitgestalten müssen“, betonte Lieber. „Für die Hochschule Offenburg ist die Unterstützung des Zugangs zu digitalen Technologien eine zentrale Aufgabe, die wir gemeinsam mit unseren Partnern am Südlichen Oberrhein weiter stärken werden", sagte der Hochschulrektor.

Musikalisch leitete anschließend das Landratsamts Orchester unter der Leitung von Thomas Huber auf das von Hitradio-Ohr-Geschäftsführer Markus Knoll geführte Interview mit Bildungsstaatssekretär Volker Schebesta über. „Die Digitalisierung bringt Veränderungen im unserem persönlichen Leben und am Arbeitsplatz. Sie werden in immer kürzeren Abständen immer gravierender. Berufsbilder ändern sich radikal oder fallen ganz weg. Deshalb muss Bildung für die Zukunft vor allem gewährleisten, dass sich junge Menschen immer wieder Neuem stellen können, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und in der Berufswelt zurecht zu kommen“, so Schebesta.

Zum Abschluss des kurzweiligen Programms kam es zum Kräftemessen „Mensch gegen Maschine“. „Sweaty“, humanoider Roboter der Hochschule Offenburg, trat als vierfacher Vizeweltmeister seiner Art im Fußball gegen Schebesta und Scherer an. Trotz künstlicher Intelligenz und Unterstützung von Rektor Lieber hatte er keine Chance gegen die Ballvirtuosen Scherer und Schebesta – 3:2 hieß es für das Team „Politik“ am Ende.

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Prof. Dr. Winfried Lieber, Staatssekretär Volker Schebesta, Fußballroboter Sweaty, Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und Landrat Frank Scherer.

Stärken konnten sich die Gäste danach an der Neujahrsbrezel, die Obermeister Heinrich Schulz von der der Bäckerinnung Ortenau traditionell überreichte und von Landrat Scherer gemeinsam mit seiner Ehefrau Dr. Evgeniya Scherer und Kultusministerin Eisenmann angeschnitten und verteilt wurde. Genussvolle Wissens-Bissen und Bildungs-Happen servierte abschließend Martin Foshag mit seiner Heimat-Küchencrew aus dem Malerhaus Achern.

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Gemeinsam mit Obermeister Heinrich Schulz (3.v.l. links) und von der Bäckerinnung Ortenau schnitten Landrat Frank Scherer und Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann die traditionelle Neujahrsbrezel an und verteilten sie anschließend mit Staatssekretär Volker Schebesta und Dr. Evgeniya Scherer an die Gäste

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