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27.02.2019

ZAK-Verbandsversammlung befasst sich mit Ringsheimer Positionspapier
Landrat Frank Scherer, Vorsitzender des Zweckverbands, kann Bürgermeister Pascal Weber positive Nachrichten mitteilen

Weltweit gibt es immer mehr Abfall und damit Umweltbelastungen, gleichzeitig werden Rohstoffe immer knapper. In der  Abfallbehandlungsanlage des Zweckverbands Kahlenberg (ZAK) in Ringsheim wird seit Jahren sehr erfolgreich an der Lösung dieser Problematik gearbeitet. Mit der international beachteten ZAK-Technologie werden Resthausabfälle von über einer halben Million Einwohner der Landkreise Emmendingen und des Ortenaukreises in einem ressourcenschonenden, effektiven Verfahren mechanisch-biologisch behandelt. Mit einer technischen Weiterentwicklung will der Zweckverband zukünftig neue Wege gehen. Aus Ersatzbrennstoffen von Resthausabfällen sollen in einer neuen Anlage Rohstoffe, vor allem Phosphor, zurückgewonnen werden. Das Land Baden-Württemberg unterstützt das Projekt mit 7,5 Millionen Euro. Umweltminister Franz Untersteller übergab den Förderbescheid kürzlich an den Vorsitzenden des Zweckverbands, Landrat Frank Scherer.
„Damit sind die finanziellen Voraussetzungen für das Projekt gegeben und wir haben bei Realisierung des Projekts jetzt die Zusage des Umweltministeriums, endgültig keine Biotonne im Landkreis Emmendingen und dem Ortenaukreis einführen zu müssen“, begrüßt Scherer die Unterstützung des Landes.
Vor diesem Hintergrund wurden bereits die Kreistage der beiden Landkreise sowie die Gemeinderäte von Ringsheim, Herbolzheim und Ettenheim über das Projekt informiert. Am Donnerstag, 14. Februar, fand im Ringsheimer Bürgerhaus eine breite Informationsveranstaltung statt, in der die Fragen der Bürger beantwortet wurden.

Am 18. Februar befasste sich die ZAK-Verbandsversammlung ausführlich mit den in einer Resolution des Ringsheimer Gemeinderats vom 22. Januar artikulierten Anliegen der Gemeinde. „Die Verbandsversammlung hat eingehend alle Anliegen Ringsheims erörtert und ist zu positiven Ergebnissen für die Gemeinde Ringsheim gekommen“, informiert der Vorsitzende des Zweckverbands, Landrat Frank Scherer. „Insbesondere hinsichtlich der Themen Emissionen und Verkehrsbelastung können alle Bedenken vollständig ausgeräumt werden“, betont Scherer. Der ZAK plane am Kahlenberg eine neue Technologie auf höchstem ökologischem Niveau, die ein Aushängeschild für die gesamte Abfallwirtschaft werden solle. „Dabei werden Emissionsstandards umgesetzt, die garantieren, dass es für die Bevölkerung in der Region und für die wertvollen Naturschutzflächen am Kahlenberg keinerlei Belastungen geben wird! Im Gegenteil, bei Realisierung des Projekts entfallen rund 2500 Lkw-Fahrten im Jahr zwischen dem Kahlenberg und den Verwertungsanlagen“, stellt Scherer klar. Weil es somit durch den Betrieb der Anlage keine zusätzlichen Belastungen für die Gemeinde und die Bürgerinnen und Bürger geben werde, scheide der von der Gemeinde angefragte finanzielle Ausgleich für Belastungen schon rein rechtlich aus, erklärt Scherer. „Der Zweckverband ist aber unabhängig davon bereit, rechtlich und in der Sache ergebnisoffen zu prüfen, ob aufgrund der Gesamtentwicklung der Anlagen des Zweckverbandes in den letzten 20 Jahren ein einmaliger Ausgleich in Betracht komme“, so der Landrat. Insofern stehe der Zweckverband für weitere Gespräche zur Verfügung.

Einig war man sich in der Verbandsversammlung auch über die weitere Vorgehensweise. Insbesondere stehe der ZAK, wie von der Gemeinde gewünscht, nach der bereits erfolgten Bürgerinformation am 14. Februar 2019 in Ringsheim, für weitere Bürgerinformationen zur Verfügung. Zudem arbeite der ZAK daran, sein Besucherkonzept zu optimieren, um den Menschen in der Region die Möglichkeit zu bieten, die ZAK-Anlagen jederzeit zu besuchen, sich zu informieren und gleichzeitig die Ansprüche an die erforderliche Verkehrssicherheit zu erfüllen. „Für das neue Projekt ist zudem eine Art „gläserne Produktion“ vorgesehen, die jederzeit Einblick und Information über wesentliche Prozesse und Emissionsdaten der neuen Anlage ermöglicht“, erläutert Scherer.

Die ZAK-Verbandsversammlung berät im Mai dieses Jahres über die weiteren Schritte des rund 30-Millionen-Euro-Projekts.