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Rheintalbahn: Viertes regionales Projektbegleitgremium »Autobahnparallele« in Ötigheim durchgeführt

Gemeinsame Pressemitteilung von Landratsamt Ortenaukreis und DB Netz AG

Das regionale Projektbegleitgremium „Autobahnparallele“ ist am vergangenen Mittwoch, 12. Juli, zu seiner vierten Sitzung im „Info-Center Tunnel Rastatt“ in Ötigheim zusammen gekommen.
Sven Adam, DB-Projektleiter des Streckenabschnitts zwischen Appenweier und Kenzingen, stellte den aktuellen Stand der Planung, den in der europaweiten Ausschreibung gewonnen Generalplaner sowie den Umfang der im Herbst beginnenden Baugrunderkundung für die Planfeststellungsabschnitte Niederschopfheim bis Kenzingen vor. Mit der Beauftragung einer renommierten und überregional tätigen Ingenieurgemeinschaft, der das Planungsbüro Schüßler Plan, Bung Ingenieure, DB Engineering und Consulting, Mailänder Consulting und Sweco angehören, sieht Adam einen entscheidenden Schritt für die weitere Planung und die fristgerechte Umsetzung.

„Die Probebohrungen für die Erkundung des Baugrundes ist das erste sichtbare Zeichen für die Planung der neuen Trassenführung“, erklärte Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter des Ortenaukreises, der zusammen mit Hinrich Ohlenroth, dem Ersten Landesbeamten des Landkreises Emmendingen, Vorsitzender des Projektbegleitgremiums Autobahnparallele ist. Die Probebohrung für den ersten Abschnitt Appenweier bis Hohberg hat das Landratsamt Ortenaukreis schon genehmigt. Der zweite Abschnitt Hohberg bis Ringsheim befindet sich bereits im Genehmigungsverfahren. Das Landratsamt Emmendingen hat inzwischen auch die Bohrungen im Abschnitt zwischen Herbolzheim und Riegel genehmigt.
Die Probebohrungen seien Voraussetzung, damit im zweiten Halbjahr die europaweite Ausschreibung dieser Leistungen erfolgen könne. Geplant sei, das Bohrprogramm im vierten Quartal 2017 zu starten. Die DB weist ausdrücklich darauf hin, im Rahmen der ersten Erkundungsphase, die Erkundungsarbeiten auf öffentlichen Wegen und Plätzen soweit möglich durchzuführen. Die von den Arbeiten ausgehenden Beeinträchtigungen für Mensch, Flora und Fauna  werden dabei nach Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Eigentümern auf ein Minimum beschränkt.
Sobald die Vergabe erfolgt ist, plant die DB im Rahmen von Infoveranstaltungen vorab zu informieren.
Die Flora- und Fauna-Kartierung erfolgt seit Mai 2017 und dauert voraussichtlich bis Ende 2018.
Sascha Björn Klar, Leiter Building Information  (BIM) im Großprojekt Karlsruhe-Basel, erläuterte den Einsatz digitaler Arbeitsmethoden in der Planungsphase. Der Abschnitt Offenburg-Herbolzheim ist eines von bundesweit 13 Pilotprojekten, bei denen das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Pilotierung der Methode BIM fördert. Bereits während der Grundlagenermittlung konnte das Projekt hierdurch von einem erweiterten Vermessungsprogramm mit Helikopter- und Drohnenbefliegungen sowie stationären Laserscans profitieren. Die gewonnenen Daten können im weiteren Projektverlauf sowohl für die konventionelle Planung als auch für die Erstellung von 3D-Modellen und Visualisierungen verwendet werden. Ziel ist es, im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit vermehrt Visualisierungen zu nutzen, um die Planungen transparent darzustellen und die Akzeptanz zu erhöhen.

Nach der Sitzung informierten sich die Teilnehmer auf der gemeinsamen Begehung der Baustelle über den aktuellen Baufortschritt des Tunnels Rastatt, die Besonderheiten der Baugrundvereisung und die Größe der Baustelleneinrichtungsfläche.