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02.12.2019

Ortenaukreis und Oberkirch erhalten Zuschlag für Förderprojekt

Sicherstellung der geburtshilflichen Vor- und Nachsorge in der Region Oberkirch-Renchtal

Die geburtshilfliche Versorgung in der Region Oberkirch–Renchtal soll auch nach der Schließung der Geburtshilfe des Ortenau Klinikums Oberkirch bestmöglich gewährleistet werden. Als Ergebnis der regionalen Strukturgespräche der Kommunalen Gesundheitskonferenz (KGK) hat sich der Ortenaukreis mit der Stadt Oberkirch um ein Landesförderprojekt beworben, um die Zukunft der geburtshilfliche Vor- und Nachsorge in der Region weiter zu entwickeln. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, den Zuschlag für dieses wichtige Projekt zu bekommen. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Landrat Frank Scherer. Im Rahmen des mit 150.000 Euro bis Ende 2021 geförderten Projektes soll ein Konzept entwickelt werden, das die kontinuierliche Betreuung von Frauen vor und nach der Geburt in der Region Oberkirch–Renchtal sicherstellt. „Geprüft werden soll dabei insbesondere auch, ob langfristig diese Vor- und Nachsorge dann in einem zu entwickelnden ambulanten Gesundheitszentrum in Oberkirch erfolgen kann“, so Scherer.

Oberkirchs Oberbürgermeister Matthias Braun erklärt: „Wir möchten das Thema Geburtshilfe in unserer Region stärken. Daher haben wir zusammen mit den Hebammen im Ortenaukreis, dem Ortenau Klinikum und der Kommunalen Gesundheitskonferenz beschlossen, dieses Projekt zu beantragen. Ich freue mich sehr, dass wir erfolgreich waren.“

Neben einer ausführlichen Analyse der vorhandenen Versorgungsstrukturen soll im Projekt durch eine Vernetzung und Beteiligung aller Akteure zusammen eine Rahmenvereinbarung entwickelt werden, die eine gemeinsame Betreuung der Frauen und Familien ermöglicht.

Gleichzeitig sollen digitale Möglichkeiten zur Unterstützung des Informationsaustausches geprüft werden. Im Fokus der Arbeit steht auch die Stärkung der normalen Verläufe von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Daneben ist die Schaffung von attraktiven Arbeitsbedingungen sowie die Nachwuchsgewinnung im geburtshilflichen Bereich das Ziel.

Angesiedelt wird das Projekt bei der Kommunalen Gesundheitskonferenz „Die Stelle für eine wissenschaftliche Mitarbeiterin oder Mitarbeiter schreiben wir schnellstmöglich aus“, so KGK-Geschäftsstellenleiterin Janine Feicke. Die wissenschaftliche Begleitung der Konzepterarbeitung erfolgt durch die Pädagogische Hochschule in Freiburg.