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05.08.2019

Holzsortierung und Borkenkäfermanagement - Forstrevierleiter schulen Waldbesitzer

Zum Thema aktuelle Holzsortimente schulten letzte Woche Revierleiter Sigfried Huber und die Forstbetriebsgemeinschaft Hinteres Renchtal rund 100 Waldbesitzer aus dem hinteren Renchtal und informierten zum Umgang mit Trocken- und Borkenkäferschäden. In Kleingruppen wurden die Teilnehmer von den Revierleitern des hinteren Renchtals Sigfried Huber, Martin Schade, Maurice Mayer sowie Trainee Berenike Geiger am Beispiel von gefällten Bäumen entlang des Fahrwegs ausführlich über Sortimentsbildung und allgemeines Borkenkäfermanagement informiert. „Wichtig ist vor allem die peinlich genaue Einhaltung der Aushaltungs- und Qualitätskriterien“, betonte Huber. Um die kontinuierliche und effiziente Abfuhr der Schadholzmengen zu gewährleisten, müsse für alle Sortimente entsprechend große Polter gebildet werden. „Privatwaldbesitzer mit Kleinmengenanfall sollten daher unbedingt Polter zusammenziehen und ihr Holz gemeinsam vermarkten“, rieten die Experten. Holzpolter unter 15 Festmeter würden von Transportunternehmen aus Kapazitätsgründen nicht mehr abgefahren. „Das ist beim Anfall der enorm hohen Holzmengen und dem verstreuten Anfall schlichtweg nicht leistbar“, sagte Schade.

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Reges Interesse: Rund 100 Waldbesitzer aus dem hinteren Renchtal informierten sich bei der Schulung der Revierleiter zum Umgang mit Trocken- und Borkenkäferschäden und über aktuelle Holzsortimente.

Aufgrund der hohen Zahl von Schneebruchschäden im Januar, sei in der Ortenau so viel Schadholz angefallen, dass nicht mehr alles Holz, was jetzt durch Trockenheit und rindenbrütende Borkenkäfer anfalle, an die regionalen Firmen vermarktet werden könne. Durch die europaweit hohen Schadholzmengen sei auch weder der deutsche, noch der europäische Markt derzeit aufnahmefähig, informierten die Revierleiter. „Zum Schutz der umliegenden, noch gesunden Nadelwaldbestände müssen jedoch weiterhin frisch von Borkenkäfern befallene Fichten und auch Tannen zügig geerntet und aus dem Wald gebracht werden“, erklärte Revierleiter Mayer. Der Schlüssel zur erfolgreichen Vermarktung der hohen Schadholzmengen sei seit dem letzten Jahr nach wie vor die regionalen Sägewerke. Die Waldservice Ortenau habe sich zur Marktentspannung zusätzlich um einen weiteren Absatzkanal bemüht. „Ein kleiner Teil der Käferbäume wird seit kurzem in Appenweier und Ohlsbach in Container verladen, über den Rhein in den Rotterdamer Hafen verschifft und von dort aus als Rückfracht nach Asien vermarktet“, erklärte Huber. „Die Revierleiterkollegen Klaus Pfundstein und Josef Nolle organisieren die Koordination der Verladung. Nur etwa fünf bis zehn Prozent des Käferholzes fließen aber in den Export, so dass die Versorgung der hiesig ansässigen Firmen jederzeit gewährleistet bleibt“, schloss Huber.

Zum Abschluss informierte Forstbezirksleiterin Yvonne Chtioui über den aktuellen Stand der Forstreform und bedauerte, noch keine konkreten Angaben zur  zukünftigen Abwicklung des forstlichen Revierdienstes und der forstlichen Förderung im Privatwald machen zu können „Wir warten noch auf die Endfassung der neuen Privatwaldverordnung, die uns eigentlich zum Beginn der Sommerpause zugesagt wurde und hoffen auf der FBG-Versammlung im Herbst ein darauf abgestimmtes Verfahren vorstellen zu können“.