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11.07.2019

Auszubildende des Département Bas-Rhin zu Besuch beim Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg

Gemeinsame Pressemitteilung des Département Bas-Rhin und des Landratsamts Ortenaukreis

Auszubildende des Département Bas-Rhin zu Besuch beim Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg

Seit vielen Jahren pflegen das Département Bas-Rhin und der Ortenaukreis als Nachbarn freundschaftliche Beziehungen. Mit der 2017 neu geschlossenen Partnerschaftsvereinbarung und den regelmäßigen Treffen von Landrat Frank Scherer und Frédéric Bierry, Präsident des Département Bas-Rhin, wurde die Kooperation weiter intensiviert. Beide großen Verwaltungen arbeiten seitdem insbesondere in den Bereichen Kinderschutz, Gesundheitsvorsorge, Mobilität, Jugend und Beschäftigung noch enger grenzüberschreitend zusammen.

Vergangenen Herbst besuchten fünfzehn Auszubildende des Landratsamts die Verwaltung des Départment in Straßburg. Nun erfolgte der Gegenbesuch. Als Erster Landesbeamter des Ortenaukreises und Stellvertreter des Landrats, empfang Nikolas Stoermer neun französische Auszubildende und stellte ihnen den Ortenaukreis und die Kompetenzen der Kreisverwaltung vor. Stoermer betonte die Wichtigkeit der Kooperation zwischen den beiden Verwaltungen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. „Persönliche Kontakte und die Kenntnis der Funktionsweise der Nachbarverwaltung sind unerlässlich für eine effektive Zusammenarbeit. Barrieren werden überwunden, wenn man den Ansprechpartner kennt, das erleichtert die Arbeit und spart Zeit. Deswegen begrüßen wir diese Art des Austausches sehr“, so der Erste Landesbeamte.

Durch die gegenseitigen Besuche der beiden Verwaltungen sollen die Auszubildenden ermutigt werden in einem späteren Schritt ein Schnupperpraktikum in der Partnerverwaltung zu absolvieren. „Ein Praktikum in der Partnerverwaltung zu machen ist der beste Weg, um den Berufsalltag des Nachbarn kennenzulernen und eine Sensibilität für die Verwaltungskultur auf der anderen Rheinseite zu entwickeln“, bekräftigt Landrat Frank Scherer. So konnten letztes Jahr zwei Auszubildende des Kreises bei der Verwaltung des Département mitarbeiten und waren über den „Blick über den Tellerrand“ begeistert, informierte Ausbildungsleiter Josef Merz.

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Erster Landesbeamter des Ortenaukreises, begrüßte gemeinsam mit LRA-Ausbildungsleiter Josef Merz (links neben Stoermer) im Landratsamt Offenburg Lehrlinge aus beiden Behörden und informierte über den Aufbau, die Aufgaben und die Funktionsweise des Landkreises sowie über die grenzüberschreitenden Beziehungen in der Region und deren Wichtigkeit.

Beim Besuchstag in der Ortenau hatten die französischen Auszubildenden nun die Möglichkeit, ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen bei deren Arbeit über die Schulter zu blicken. Auf dem Programm stand auch eine Stippvisite bei der Integrierten Leitstelle Ortenau und der Kfz-Zulassungsstelle im Landratsamt. Beim gemeinsamen Mittagessen in der Kantine konnten sich die anwesenden Auszubildenden beider Verwaltungen austauschen und näher kennenlernen. Der Besuch des Narren Museums Niggelturm in Gegenbach und eine Führung durch die Altstadt brachten am Nachmittag dem französischen Besuch die Ortenau und ihre Traditionen ein Stück näher.

„Für die künftige „Europäische Gebietskörperschaft Elsass“, die die beiden Departements Bas-Rhin und Haut-Rhin ab dem 1. Januar 2021 zusammen bringen wird, sind noch engere Beziehungen zu unserem deutschen Nachbarn von großer Bedeutung und deshalb freue ich mich, wenn unsere Auszubildende schon früh die Partnerverwaltung kennenlernen“, betont der Präsident des Département Bas-Rhin Frédéric Bierry.

Hintergrund: Das Département Bas-Rhin ist mit 1,1 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Gebiet in der neuen Region Grand Est, das sich auf 4755 Quadratkilometer erstreckt. Zwischen Vogesen und Rhein gelegen, reicht das Gebiet nördlich an das Bundesland Rheinland-Pfalz und südlich bis zur Gemeinde Marckolsheim. Die Zuständigkeiten des Départements liegen seit der Gebietsreform in Frankreich schwerpunktmäßig im Bereich Soziales, Bildung und Sport, Kultur und Tourismus sowie Infrastrukturmaßnahmen.