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30.07.2020

Für die KOA sind die kurzfristigen Auswirkungen der Corona-Krise bereits vorüber

Presseinformation 2020   zum Statistikreport Juli

Im Juli 2020 sind die Fallzahlen der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) erstmalig seit Beginn der Corona-Krise leicht gesunken. So beziehen aktuell 7.894 Familien bzw. Haushalte die sogenannten „Hartz IV“-Leistungen. Dies sind 27 weniger als im Vormonat, was einem Rückgang von 0,3 Prozent entspricht. Die Zahl der Arbeitslosen im SGB II ist zeitgleich sogar um 0,8 Prozent gesunken.

„Nachdem bereits im Vormonat nur noch ein sehr geringfügiger Anstieg der Fallzahlen stattgefunden hatte, ist nun sogar ein Rückgang zu verzeichnen. Dies bestätigt die Einschätzung, dass die kurzfristigen Auswirkungen der Coronakrise bereits vorüber sind“, zeigt sich Armin Mittelstädt, der Leiter des Ortenauer Jobcenters, optimistisch. Er gibt aber zu bedenken, dass derzeit nach wie vor viele Personen Arbeitslosengeld I oder Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit beziehen und zeitversetzt SGB II-Leistungen der KOA beanspruchen könnten.

Aktuell erhalten insgesamt 16.973 Personen Leistungen der KOA. Die Gesamtzahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Leistungsberechtigten beträgt 7.708. Hinzu kommen 4.996 nichterwerbsfähige Sozialgeld-Empfänger, 3.227 reine Arbeitslosengeld II-Leistungsbezieher, die z.B. als Alleinerziehende Kinder unter drei Jahren betreuen, sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden oder als über 58-Jährige nicht mehr vermittelt werden möchten, sowie 1.042 sonstige Leistungsberechtigte, die keine Regelleistungen beziehen.

Im Juli 2020 haben 76 Arbeitssuchende eine sozialversicherungspflichtige bzw. selbständige Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgenommen. Hinzu kommen 32 Arbeitsaufnahmen auf dem sogenannten „zweiten“ Arbeitsmarkt. Hierbei handelt es sich überwiegend um gemeinnützige Beschäftigungsverhältnisse, die durch staatliche Zuschüsse geschaffen worden sind. Insgesamt haben somit im Berichtsmonat 108 Arbeitsmarktintegrationen stattgefunden. „Zwar ist dies im Langfristvergleich ein extrem niedriger Wert, aber in der aktuellen Situation freuen wir uns über jeden einzelnen Leistungsempfänger, der wieder in das Arbeitsleben einsteigen kann“, so Mittelstädt weiter.

2020-07, Statistikreport