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Datum: 20.10.2021

Walderholungsanlage Herrenholz in Zell am Harmersbach wieder in Schuss

Ämterüberreifender Zusammenarbeit von Landratsamt und RP machte Weg für zügige Pflegearbeiten frei

Die Walderholungsanlage Herrenholz in Zell am Harmersbach mit Eichhörnchen-Pfad, Wanderhütte, Tretanlage und zwei Weihern ist ein beliebter Ausflugsort für Groß und Klein. Um die Verlandung der Teiche, die ein wichtiger Lebensraum für unzählige Wasserlebewesen ebenso wie Insekten und Pflanzen sind, zu verhindern, sind regelmäßige Kontrollen und bei Bedarf auch Pflegemaßnahmen erforderlich. So rückten auch Ende September wieder Bagger an, um eines der Gewässer von Ablagerungen zu befreien. Die Durchführung der Maßnahme durch die Stadt Zell am Harmersbach war nach zügiger und intensiver Prüfung des Amts für Waldwirtschaft des Ortenaukreises in Zusammenarbeit mit dem Umweltschutz, Wasser- und Bodenschutz sowie Abfallrecht im Landratsamt und der Fischereiaufsicht im Regierungspräsidium Freiburg möglich geworden.

„Unsere Aufgabe und unser Anspruch ist es, den Spagat zwischen dem Schutz des Waldes und der vielfältigen Waldnutzung zu schaffen. Zum einen steht im Fokus, dass der Wald als wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere möglichst wenig Belastungen durch menschliches Tun erfährt. Zum anderen gilt es, die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zu berücksichtigen und mit den Bedürfnissen des Waldes in Einklang bringen“, erklärt Walter Voß, Sachgebietsleiter Forstrecht am Amt für Waldwirtschaft. Um eine möglichst schonende und naturverträgliche Umsetzung der geplanten Pflegearbeiten im Herrenholz zu gewährleisten, sei daher die Expertise diverser Fachämter eingeholt worden, bevor eine forstrechtliche Genehmigung für das Vorhaben ausgestellt werden konnte. Von zentraler Bedeutung dabei sei die Entscheidung für ein geeignetes Zeitfenster gewesen, um zu vermeiden, dass Feinsedimente aufgewirbelt werden, durch den Harmersbach ablaufen und dabei die Brut verschiedener Fischarten beeinträchtigen.

Um zudem starke Verschmutzungen auf den Fahrwegen und aufwendige Reinigungsarbeiten zu vermeiden, haben die Beteiligten darauf verzichtet, die abgebaggerten Schlammmassen direkt abzutransportieren. Mithilfe von Baggern wurden die Ablagerungen zunächst ausgehoben und im anliegenden Wald zwischengelagert. Hierfür wurde vorab bereits eine Umrandung angehäuft, um die abgebaggerten nassen Schlammmassen daran zu hindern, sich im Wald unkontrolliert auszubreiten. „Ich bin sehr froh, dass wir gemeinsam einen geeigneten Ort für den Sedimentaushub im Wald gefunden haben, von dem keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt ausgeht“, erläutert Voß. Durch die Pflege der Anlage sei sichergestellt, dass sich Erholungssuchende auch langfristig auf wohltuende Besuche im Herrenholz freuen dürfen.